ROTSTIFTKIND rsk
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Albumcover von be cool, be fake, be fame Erschienen

be cool, be fake, be fame

Release / 01. Juli 2026

Endlich da. Für alle, die nachts nicht schlafen können, weil der Feed nicht aufhört und der Kopf noch laut ist.

Trackliste

  1. 01 be cool, be fake, be fame E
    Jeden Tag derselbe Druck: Was post ich heute, damit keiner merkt, wie’s hier wirklich ist? Jeden Tag dieselbe Frage, was lad ich heute wieder hoch? Ein Selfie mit bisschen Filter, als wär mein Leben gar nicht broke. Hier ist alles nur am Eskalieren, jeden Tag der selbe Krieg. Doch online tu ich auf ganz ruhig, damit bloß niemand gar nichts sieht. Vielleicht ein Tanz zu six seven, doch ich kann das eh nicht nice. Ich seh dabei komplett lost aus, und die Comments fressen mich alive. Vielleicht mit Maske, bisschen weichgezeichnet, Winkel gut und Licht auf warm. Ich fake mir wieder gute Laune, während zuhause alles brennt. Wenn ich nichts poste, verlier ich wieder Follower. Wenn ich was poste, kommt der Hate direkt noch doller. Liegt es an mir? Bin ich einfach nur zu viel? Warum muss ich jeden Tag so tun, als wär bei mir noch alles chill?... Ich hab ein scheiß Leben, doch mein Feed muss trotzdem clean aussehn. Ich passe nicht ins System, aber online darf das keiner sehn. Ich fake jedes Lächeln, jeden Winkel, jeden Blick. Wenn ich nichts hochlade, bin ich weg. Wenn ich was hochlad, kommt der Shit zurück. Ich hör die Schritte auf dem Flur, mein Zimmer sieht komplett zerstört aus. Doch auf dem Bildschirm bau ich Welten, in denen mich mal irgendwer hört. Noch ein Take und noch ein Selfie, noch ein Clip, der nicht nach mir aussieht. Ich mach mich passend für den Algorithmus, auch wenn innerlich alles einbricht. … „Zeig mal Face.“ „Du bist zu fett.“ „Du kannst ja nicht mal tanzen.“ „Warum machst du auf traurig, du willst doch eh nur Aufmerksamkeit, Schlampe.“ „Lösch dich einfach.“ … Ich les den Müll und tu auf cool, doch jeder Satz geht viel zu tief. Warum treffen mich fremde Leute, als wär mein Herz bei denen im Feed? Ich brauch nur kurz ’ne Version von mir, die irgendwer liked. Eine, die nicht nach Chaos aussieht, nicht nach Heulen in der Nacht. Liegt es an mir? Bin ich zu kaputt für ein Bild? Warum muss ich erst alles faken, damit mich irgendwer noch fühlt? Bis ich mir was Gutes ausgedacht hab, ist die Bildschirmzeit vorbei. Display schwarz, Handy gesperrt, und ich sitz wieder nur dabei. Ich hab schon wieder nichts gepostet, nichts gefaked, nichts hochgeladen. Warum fühl ich mich selbst online schon zu kaputt zum Geradeausatmen? Ich hab ein scheiß Leben, doch mein Feed muss trotzdem clean aussehn. Ich passe nicht ins System, aber online darf das keiner sehn. Ich fake jedes Lächeln, jeden Winkel, jeden Blick. Wenn ich nichts hochlade, bin ich weg. Wenn ich was hochlad, kommt der Shit zurück. Jeden Tag derselbe Druck. Was post ich heute, damit ich bleib? Doch bis ich alles schön gefaked hab, ist mein Handy wieder gesperrt. Wieder nichts gepostet. Wieder Follower verlorn. Warum muss ich erst perfekt fake sein, damit ich nicht ganz untergeh?
  2. 02 Rotstiftkind E
    Dreizehn Jahre, zu laut, zu frech. Alle sagen: Ich bin — das Problem. Ich bin Rot-Stift-Kind, überall Ecken und Kanten, überall grün und blau. In der Schule laut wie Alarm, zuhause mach ich einfach auf tot. Die Lehrer labern… ich hör nicht zu, flieg raus… und lach denen noch ins Face. … Doch heul dann heimlich auf dem Klo, weil keiner checkt, wie’s in mir wirklich aussieht. Ich bin zu wild für brav sein, zu kaputt für „alles okay“. Filter drüber, Story online, damit bloß niemand irgendwas sieht. Ich poste ein Selfie… Licht perfekt, doch in echt ist hier nur Krieg. Warum sieht jeder nur mein Chaos… nie das… was mich von innen zerfrisst? Liegt es an mir? Bin ich schuld an all dem hier? Warum wird aus allem, was ich bin, direkt ein Grund, mich zu verliern? Ich bin Rot-Stift-Kind zu laut, zu wild, zu unbequem. Mach alles kaputt und will doch nur, dass mich endlich wer sieht. Ich bin Rot-Stift-Kind Filter an und Herz auf mies. Warum fühl ich mich wie ungewollt, wenn ich doch nur irgendwie Liebe will? Handy weg — WLAN aus, eingesperrt im Zimmer… bis ich wieder friedlich bin. Trotzdem such ich nachts auf Snap irgendwen, der sagt: „Ich seh dich.“ Ich häng an Flammen… Likes und Views, als wär daran mein Wert gebaut. Wenn keiner schreibt, fall ich direkt… — wenn jemand schreibt… rastet mein Kopf komplett aus. Ich bin so delulu, denk bei jedem Snap gleich, jetzt wird alles gut. Doch ein bisschen Liebe auf dem Display macht aus Hoffnung — wieder Wut. Ich trag nie bauchfrei… damit bloß keiner… irgendwas sieht… — Ich ertrag die Schmerzen… Manchmal sag ich nichts, fress es lieber in mich rein, zieh dann Spuren in die Haut, damit der Druck nachlässt. Meine Eltern sagen, ich bin schwierig, ich sag nichts, senke meinen Kopf, schau nur nach unten auf den Boden. Doch in meinem Kopf nur diese Frage: Wär’s für alle leichter, wenn ich weg wär? Ich bin Klassenclown und Störgeräusch, bin rotzfrech und nie angepasst. Warum kriegt jeder seine Liebe, und ich nur Regeln, Druck und Hass? Liegt es an mir? Warum bin ich nie enough? Warum fühlt sich selbst mein Name an, als wär ich hier to much? Warum hoff ich bei jeder Nachricht, dass mich endlich irgendwer rettet? Warum bin ich so delulu, dass ich denk… ein bisschen Nähe hält mich am Leben? Ich bin nicht nur das freche Mädchen. Nicht nur der Fehler im System. Ich bin dreizehn und komplett am Ende und tu online so — als hätt ich perfect Life… Wenn du mich siehst, schau mal hinter die Fassade. Nicht nur Rotstift auf Papier, sondern ein Kind, das jeden Tag sein Bestes gibt. Ich bin Rot-Stift-Kind zu laut, zu wild, zu unbequem. Mach alles kaputt und will doch nur, dass mich endlich wer sieht. Ich bin Rot-Stift-Kind Filter an und Herz auf mies. Warum fühl ich mich wie: — Fehlerkind, wenn ich doch nur irgendwie Liebe will? Dreizehn Jahre, zu laut, zu frech. Alle sagen: Ich bin — das Problem. Ich sag gar nichts mehr. Doch innerlich schrei ich: Warum bin ich Rot-Stift-Kind und nicht perfekt?
  3. 03 Mehr als nur ein Face in der Crowd
    Story auf stumm, doch ich seh dich online. Warum trifft mich dein grüner Punkt so rein? Jeden Tag auf dem Schulhof tu ich so, als wär ich cool. Doch danach häng ich auf Insta fest in deinem neuen Bild. Ich lauf einfach an dir vorbei, als wär mir das alles egal. Doch ich stalk dann deine Story wieder viel zu oft danach. Ich zähl deine Story-Views, als wär da Hoffnung für mich. Warum likest du ihr Selfie, doch bei mir passiert da nichts? Ich mach Filter auf Tränen, Licht an, Winkel perfekt. Close Friends voller Lügen, weil mich eh niemand echt checkt. Bin ich auch dein Crush oder nur left on read? Liegt es an mir, weil du meinen Snap nur siehst? Warum gibst du bisschen Hoffnung mit Typing in der Nacht? Und am nächsten Morgen tust du so, als wär da nie was zwischen uns? Sag, bin ich mehr als nur irgendein Face in der Crowd? Warum bist du in meinem Kopf und in meinem Feed viel zu laut? Ich kann nicht pennen, starr bis vier auf mein Display. Ich brauch nur ein Zeichen, irgendwie von dir, okay? Wenn du schreibst, heb ich ab. Wenn du schweigst, fall ich tief. Warum macht ein einziger Snap mein ganzes Herz so schief? Diese Nacht ist wieder heavy, ich scroll TikTok bis vier. Alle sehen so viel heiler aus, warum nie so wie bei mir? BeReal schreit „jetzt sofort“, doch ich hass mein Gesicht. Erst wenn ich selber was poste, seh ich alle — nur mich nicht. Ich hab mir doch geschworen, ich geh da nie wieder drauf. Doch der Druck sitzt in der Brust, und ich krieg ihn nicht mehr weg. Ich will einfach nur kurz Ruhe, doch mein Kopf macht alles wrecked. Ich setze an und kann nicht anders, es läuft… es tut so gut. Nur wenn der Druck nachlässt, vergess ich kurz alles um mich herum. Dann geht plötzlich mein Display an, und mein Zimmer wird kurz hell. Ein Snap von dir. Oh mein Gott. Und mein Puls geht viel zu schnell. Ich tipp, ich lösch, ich zitter, ich check gar nichts mehr. Will dir so gern was schicken, doch ich fühl mich grad zu leer. Ich schick nur Pflicht-Snaps: Wand, Decke, Zimmer, schwarz. Nur damit die Flamme bleibt, nur damit nicht alles kracht. Du folgst schon wieder neuen Girls, ich stalk die Likes wie krank. Warum macht mich jeder kleine Klick gleich wieder viel zu bang? Ich kann dir grad nicht antworten, nicht so, nicht mit dem Blick. Warum macht mich schon dein Name gleich kaputt und gibt mir Kick? Bitte schreib mir jeden Tag, sonst kipp ich wieder um. Liegt es an mir? Bin ich zu cringe? Zu viel? Zu fett? Zu dumm? Threads voll halber Seitenhiebe, jeder checkt, wer gemeint. Ich les aus jedem Herz-Emoji, dass am Ende ich verlier. Kein Filter hält mich zusammen, kein Feed macht irgendwas leicht. Warum brauch ich dein Online, bis mein Herz schon wieder weicht? Sag, bin ich mehr als nur irgendein Face in der Crowd? Warum bist du in meinem Kopf und in meinem Feed viel zu laut? Ich kann nicht pennen, starr bis vier auf mein Display. Ich brauch nur ein Zeichen, irgendwie von dir, okay? Wenn du schreibst, heb ich ab. Wenn du schweigst, fall ich tief. Warum macht ein einziger Snap mein ganzes Herz so schief?... Jeden Tag auf dem Schulhof tu ich so, als wär ich stark. Doch ein Snap von dir reicht aus und ich fall wieder apart. Bin ich auch dein Crush oder wieder mal nicht? Ich tu so, als wär ich stark — aber, no cap, bin ich’s nicht.
  4. 04 Kein Plan wohin E
    Ich hock auf meinem Bett… Tür zu… Welt aus… unten geht’s schon wieder mies laut zu. Mama und Papa streiten laut wie jeden verfickten Tag, und dann fragen die mich noch, warum ich nichts mehr sag. JA ICH WEISS es ist wegen mir… aber SO BIN ICH... Es tut mir wirklich leid… aber ich kann einfach nicht anders sein. In der Schule bin ich da, aber irgendwie nicht echt, alle wirken so normal, und ich check einfach nicht, wie man so lebt. Ich lach kurz mit, doch ich fühl das nicht, bin im falschen Film und mein Akku ist schon lang auf null. Alle sagen: „Ist nur ’ne Phase, das geht vorbei“, aber ganz ehrlich, Bro, ich fühl mich nicht frei. Ich bin 13 und schon viel zu kaputt für mein Alter, alles wird nur schlimmer, alles wird nur kälter. Ich hab kein’n Bock mehr auf den ganzen Stress hier, jeder redet auf mich ein… doch keiner checkt mich. Alles nervt, alles laut, alles viel zu viel, ich such nur kurz Luft, doch hier gibt’s davon nicht viel. Manchmal denk ich weg, einfach rennen, einfach gehn, doch dann frag ich mich nur: Wo soll ich überhaupt hin? Kein Plan wohin, kein Plan wer ich grad bin, nur raus aus dem Lärm in meinem Kopf drin. „Reiß dich mal zusammen“, ja klar, guter Witz, als ob ihr irgendwas von dem Chaos in mir blickt. Ihr streitet euch wegen allem… Geld… Zeit… wegen mir oder irgend nem anderen Scheiß, und ich sitz daneben und tu so, als ob ich nichts weiß. Ich pass nirgends rein, nicht zu denen, nicht zu mir, jeden Tag die selbe Frage: Was stimmt eigentlich nicht mit mir? Alle haben Cliquen, Style, ’nen Plan und ihr Ding, und ich steh nur da und fühl mich wie ein Fehler im System. Ich sag „passt schon“, weil’s eh keinen interessiert, hab gelernt, wie man lächelt, wenn innen was zerfriert. Will nicht heulen, will nicht reden, will nur einmal meine Ruh, doch selbst nachts knallt hier wieder irgendwer die Türen zu. Ich hab kein’n Bock mehr auf den ganzen Stress hier, jeder redet auf mich ein… doch keiner checkt mich. Alles nervt, alles laut, alles viel zu viel, ich such nur kurz Luft, doch hier gibt’s davon nicht viel. Manchmal denk ich weg, einfach rennen, einfach gehn, doch dann frag ich mich nur: Wo soll ich überhaupt hin? Kein Plan wohin, kein Plan wer ich grad bin, nur raus aus dem Lärm in meinem Kopf drin. Vielleicht bin ich schwierig, vielleicht bin ich erschöpft, von dem ganzen Drama und den tausend blöden Lügen. Vielleicht will ich gar nicht viel, nur einmal echt geseh’n werden, nicht immer nur funktionieren zwischen euren Befehln. Ich will nicht perfekt sein, ich will nur kurz okay sein, ein Zimmer ohne Schreien… ohne Angst oder den Gürtel, einfach mal safe sein. Einfach mal Safe sein, nur für einen Tag ich selbst sein. Wenn ich irgendwann geh, dann nicht weil ich euch hass, sondern weil sich dieses Zuhause langsam nicht mehr ertragen lässt. Ich hab kein’n Bock mehr auf den ganzen Stress hier, jeder redet auf mich ein… doch keiner checkt mich. Alles nervt, alles laut, alles viel zu viel, und ich such noch immer irgendwas, das mich nicht kaputt spielt. Manchmal denk ich weg, einfach rennen, einfach gehn, doch dann frag ich mich nur: Wo kann ich hin… WO kann ich nur hin? Kein Plan wohin, vielleicht halte ich es noch eine Weile aus… Direkt zwischen zu viel Gefühl und dem Chaos in mir drin. Tür zu. Musik laut an. Ich leb noch… Irgendwann komm ich hier raus. Irgendwann… Vielleicht nicht heut... Aber safe bleib ich nicht mehr lang.
  5. 05 Deutsch Mathe Englisch Bio 5 E
    (Schulklingel, atmet genervt aus) Dritte Stunde, die Zeugnisse werden verteilt… Ich steh auf… reiß die Tür auf… und knall sie hinter mir wieder zu… Ich bin mal wieder rausgeflogen... egal… nimmt eh seinen Lauf. Deutsch, Mathe, Englisch, Bio, überall steh ich auf Fünf, der gottlose Typ hinterm Lehrerpult labert nur und ich hör extra nicht hin. Hab extra laut gestört, peak Cringe, was er da labert, „Verlass sofort den Unterricht!“, als ob mich das noch prägt, was glaubt der wer ich bin? Ich schlender übern Flur, aber innen wird mir kalt, Tränen fangen an zu fließen, weil zu Hause für das Zeugnis wieder alles knallt. Dritte Kabine, Schulklo, ich sperr mich kurz ein, wisch die Tränen weg, darf nicht mehr so delulu sein. Filter übers Face… Snap an alle… alles slay... — Liegt es an mir, dass ich einfach nichts mehr checke, ey? Auf dem Schulhof bin ich laut, auf dem Schulhof bin ich taub, zieh an der Kippe, alle denken, dass ich an mich glaub. Doch zu Hause wartet Stress, E-Verbot und blanker Hass, weil ich wieder nichts kapier und null ins Raster pass. Wär’s ohne mich leichter? Wär der Krieg dann vorbei? Ich bin nur ein Fehler im System, es bricht mich entzwei. Die anderen haben Pläne… gute Noten… nice to be, ich hab Hausarrest… for real… bin ein Freak, wie sie. Tu so, als wär mir alles scheißegal vor meiner Crew, doch in Wahrheit zähl ich nur die Stunden, bis ich wieder blicke: Gleich schließt sich die Haustür. Gleich fängt es wieder an. Schreien, Strafen, bodenlos, und ich denk nur daran... Dritte Kabine, Schulklo, ich sperr mich kurz ein, wisch die Tränen weg, darf nicht mehr so delulu sein. Filter übers Face… Snap an alle… alles slay... — Liegt es an mir, dass ich einfach nichts mehr checke, ey? Auf dem Schulhof bin ich laut, auf dem Schulhof bin ich taub, zieh an der Kippe, alle denken, dass ich an mich glaub. Doch zu Hause wartet Stress, E-Verbot und blanker Hass, weil ich wieder nichts kapier und null ins Raster pass. Wär’s ohne mich leichter? Wär der Krieg dann vorbei? Ich bin nur ein Fehler im System sagen sie, es bricht mich entzwei. Ich leg das Zeugnis auf den Tisch... — Es knallt. Strom weg, Tür zu, mir wird eiskalt… muss weinen, weiß nicht was ich noch machen soll. Das ist einfach ehrenlos, was stimmt eigentlich nicht mit mir?! Warum bin ich so kaputt?! Ich will nicht mehr! Ich will einfach nicht mehr! WARUM?! BIN ICH SCHULD?! Auf dem Schulhof bin ich laut, auf dem Schulhof bin ich taub, zieh an der Kippe, alle denken, dass ich an mich glaub. Doch zu Hause wartet Stress… E-Verbot… und blanker Hass, weil ich wieder nichts kapier und null ins Raster pass. Wär’s ohne mich leichter? Wär der Krieg dann vorbei? Ich kann nicht mehr! Ich kann einfach nicht mehr!
  6. 06 Lautlos in meiner Tasche
    Handy auf… Lautlos. Damit es keiner checkt. Ich bin mal wieder mit meinen Eltern irgendwo essen, irgend so’n Pflichtprogramm. Alle tun auf ganz normal, heile Welt, doch ich halt mein Chaos kaum zusamm’. Snapchat heimlich runtergeladen, BeReal auch, keiner weiß es. Wenn sie’s checken, ist mein Handy weg, dann war alles umsonst, vielleicht. Mein Display leuchtet schon wieder, unterm Tisch nur ganz kurz Licht. Eine neue Nachricht von dir und ich seh sie — nur antworten kann ich jetzt nicht. Ich mach heimlich noch ’nen Snap einfach nur für unsre Flamme. Warum fühl ich mich so delulu, als wär daran jetzt alles dran? Warum schreibst du grad genau jetzt, wenn ich hier gefangen bin? Warum macht mich schon dein Name gleich so weich und so schlimm? Ich kann jetzt nicht, doch ich will sofort zu dir. Wenn ich zu lange still bleib, bist du dann morgen nicht mehr hier? Liegt es an mir, wenn du denkst, ich ghoste dich? Warum fühlt sich nicht antworten an wie: du verlierst jetzt mich? Mein Handy vibriert und mein Herz gleich mit. Eine Nachricht von dir und ich dreh durch bei jedem Blick. Ich will dir schreiben, doch ich sitz hier viel zu still. Wenn ich jetzt nicht antworte, hast du mich dann nicht mehr im Bild? Warum macht schon ein Snap mein ganzes Denken so kaputt? Warum fühlt sich Warten an, als wär ich wieder nicht genug? Meine Mutter labert irgendwas, mein Vater guckt mich schon so an, Weil ich das Handy schon wieder an hab. Ich nick nur und sag fast gar nichts, weil ich kaum noch atmen kann. Hab Angst, das wenn ich noch mal gucke, Ich es abgeben muss. … Wieder Vibration in meiner Tasche, noch ein Snap… dann Gruppenanruf. Ich seh dein Bitmoji auf dem Display und mein Kopf dreht komplett durch. Ich kann jetzt nicht, wir sitzen grade noch beim Essen. Wenn ich rangeh, dann ist es aus, wenn sie mein Handy hier checken. Ich schieb es tiefer in die Tasche, als wär’s irgendwie illegal. Warum fühlt sich bisschen Nähe gleich nach riesen Absturz an? Unterm Tisch ein schwarzer Snap, nur damit die Flamme bleibt. Lowkey krank, wie so ’ne Zahl mich komplett von innen greift. Ich hab Snapchat heimlich wieder, obwohl ich’s lassen wollte, echt. Ich hab mir doch selbst geschworen, ich mach das nie mehr, no joke, nicht. Doch der Druck sitzt in der Brust und ich krieg ihn nicht mehr weg. Ich brauch nur kurz dein „bist du da?“ und mein Kopf ist sofort wrecked. Warum reicht ein kleines Bitmoji für so’n menty-b Film? Warum fühlt sich left on read gleich an wie: ich bin schlimm? Bitte denk nicht, dass ich dich einfach ignorier. Ich hab nur Angst, dass wenn sie’s merken, alles eskaliert bei mir. Liegt es an mir, wenn ich nie normal sein kann? Warum wird aus jeder Nachricht gleich ein viel zu großer Film? Schon wieder Gruppenanruf mitten zwischen Tellern und Besteck. Ich starr nur auf die Tischkante und riskiere einen Blick aufs Display unter‘m Tisch. Wenn ich nicht drangeh, bin ich dann morgen nicht mehr drin? Wenn sie’s mir jetzt wegnehmen, bin ich für alle einfach still. Mein Handy vibriert und mein Herz gleich mit. Eine Nachricht von dir und ich dreh durch bei jedem Blick. Ich will dir schreiben, doch ich sitz hier viel zu still. Wenn ich jetzt nicht antworte, hast du mich dann nicht mehr im Bild? Warum macht schon ein Snap mein ganzes Denken so kaputt? Warum fühlt sich Warten an, als wär ich wieder nicht genug? Handy auf lautlos tief in meiner Tasche. Dein Name leuchtet trotzdem durch. Ich kann grad nicht — bitte hass mich dafür nicht. Wenn sie es merken, ist alles weg. Wenn du gehst, dann ich vielleicht auch. Warum fühlt sich eine Nachricht an wie mein ganzer Lebenslauf?
  7. 07 Mein Handy, mein Leben E
    Mitten in der Nacht, Display an in meinem Bett. Und jetzt wollt ihr’s mir wegnehmen… Das geht nicht… BITTE — warum checkt ihr das nicht? Meine Eltern haben mich erwischt, nachts im Bett, Handy in der Hand. Jetzt heißt’s wieder: „Das Ding kommt weg“, als wär’s nur Schrott und nicht mein ganzes Leben. Ihr sagt, ich soll einfach schlafen, ihr sagt, ich übertreib komplett. Doch ihr checkt nicht, dass da mein Leben ist, wenn mein echtes längst zerfetzt. Da sind meine Freunde… mein Crush… mein Feed… meine Story. Ich muss wissen, wer noch wach ist, wer mir schreibt und wer bei wem noch chillt. Ich muss stalken, ich muss checken, wer wen viewed, wer wen liked, wer online ist. Wenn ich nicht antworte, bin ich raus, als wär ich nie dabei gewesen. Ich muss erreichbar sein. Ich muss sofort zurück. Ich brauch nur eine Nachricht, damit mein Kopf nicht ganz zerbricht. Liegt es an mir, dass ich das so krass brauch? Warum fühlt sich Offline sein gleich an wie aus der Welt geklaut? Nehmt mir nicht mein Handy weg, das ist das einzige Licht. Mein Leben ist so lost, und ihr seht das alles nicht. In der Schule scheiß ich rein, zuhause bricht schon wieder alles. Und wenn das Display ausgeht, bleibt hier niemand, der mich noch beachtet. Ihr sagt: „Das ist nur ein Handy.“ Nein, safe nicht, ihr rafft es null. Da drin ist, ob mich wer noch liebt, ob ich noch zähl oder untergeh im Schmutz. Da drin sind Flammen, Story-Views, Snap Map, Bitmojis, „bist du da?“ Da drin ist dieses kleine Gefühl, dass ich für irgendwen noch wichtig bin. Mein Leben ist so scheiße, mein Leben ist komplett kaputt. In der Schule bin ich eh nur weird, zuhause wieder Druck im Blut. Alles ist grad am Zerbrechen, jeder Tag nur Streit und Scherben. Und dieses kleine Licht im Dunkeln ist das Einzige, was mich hält vorm Sterben. Ich muss doch antworten, nur um dabei zu sein. Ich brauch dieses Vibrieren, sonst fühl ich mich komplett allein. Liegt es an mir, dass ich daran so häng? Oder weil sonst gar nichts bleibt, wenn ich wieder in mir selbst versink? Nehmt mir WLAN, nehmt mir Akku, nehmt mir alles, ich fall um. Weil mein Handy nicht nur Handy ist, es macht das Dunkel kurz mal stumm. Wenn ihr’s mir jetzt wegnehmt, nehmt ihr mehr als nur ein Gerät. Ihr nehmt mir meine Leute… mein Leben… mein Vielleicht, mein Später… mein Zu-spät. Nehmt mir nicht mein Handy weg, das ist das einzige Licht. Mein Leben ist so lost, und ihr seht das alles nicht. In der Schule scheiß ich rein, zuhause bricht schon wieder alles. Und wenn das Display ausgeht, bleibt hier niemand, der mich noch beachtet. Mitten in der Nacht, Display an in meinem Bett. Ihr sagt, das Ding muss weg. Ich sag: Das ist mein Leben. Warum checkt ihr das nicht?
  8. 08 Unsichtbar im Feed
    Ich check schon wieder eure Profile. Warum seid ihr alle Fame — und ich halt nicht? Ich scroll durch TikTok, durch Snap, durch Insta, check, wer grad wieder bigger ist. Tausend Follower, manche big, einige schon fast Fame, das ist sick. Die gehn random über Nacht durch die Decke, ein Reel, ein Clip und boom — VIRAL. Und ich häng wieder auf meinem Profil und frag mich nur: Warum nicht ich? Warum immer nur die andern? Die hat paar Pics und kriegt direkt Herz-Emoji-Spam in jeder Nacht. Der droppt ein Selfie, bisschen random, und alle tun so, als wär’s krass. Ich lad was hoch und keinen juckt’s, als wär ich komplett aus dem Feed. Warum sieht bei euch alles main character aus und ich nur wie der Fehler im Film? Liegt es an mir? Bin ich einfach viel zu mid? Muss ich anders reden, anders aussehen, damit mich endlich irgendwer sieht? Warum reicht mein Bestes nie für bisschen Clout? Warum fühl ich mich zwischen euren Zahlen einfach nur zu klein und zu laut? Ich check eure Profile und geh daran komplett kaputt. Ihr seid schon halb Fame, ich hab nur wieder Druck im Blut. Tausend Follower, Millionen Klicks, bei euch sieht alles effortless aus. Liegt es an mir? Was muss ich tun, damit auch ich endlich Fame werd? Vielleicht brauch ich bessren Content, bessres Licht und bessren Fit. Vielleicht bin ich einfach zu boring, zu cringe, zu weird, zu sehr ich. Vielleicht mehr Selfies, mehr Storys, mehr POVs, mehr irgendein Trend. Vielleicht muss ich mehr von mir zeigen, mehr nackte Haut, damit ihr Jungs mich auch feiert, auch wenn ich mich dabei am Ende verlier. Ich check sogar, wem ihr folgt, wer wen repostet, wer wen kennt. Wer plötzlich wen in Close Friends hat, wer mit wem im Gruppenchat hängt. Alle wirken big und unantastbar, voll mit Clout und main character skin. Und ich lowkey nur Hintergrundrauschen, das im Algorithmus untergeht und verschwindet. Liegt es an mir? Bin ich einfach nicht enough? Muss ich mehr fake sein, mehr lächeln, mehr tun, als hätt ich alles im Griff? Warum macht mich jeder Vergleich noch ein Stück mehr kaputt? Warum fühl ich mich selbst im WLAN einfach komplett lost? Ich klick mich durch eure Zahlen wie durch Urteile gegen mich. Jeder Follower bei euch fühlt sich an wie einer gegen mich. Ich will nicht haten, ich will nur wissen, wie ihr das schafft. Ich geb mir so eine Mühe und bleib trotzdem unsichtbar! Ich check eure Profile und geh daran komplett kaputt. Ihr seid schon halb Fame, ich hab nur wieder Druck im Blut. Tausend Follower, Millionen Klicks, bei euch sieht alles effortless aus. Liegt es an mir? Was muss ich tun, damit auch ich endlich Fame werd? Ich check schon wieder eure Profile. TikTok, Snap, Insta, jede Nacht. Alle werden immer bigger. Und ich frag mich wieder: Warum bin ich lost?
  9. 09 Zu jung, nicht zu empfehlen
    Ich hab nur… hundert Follower. Warum reicht mir das… einfach nicht? Ich hab nur hundert Follower, und das fühlt sich lowkey viel zu klein an. Vielleicht sollt ich Spotlight machen, mehr Reichweite, mehr Fame, mehr „schau mich an“. Ich brauch Content, richtig krass, damit ich endlich viral geh. Nicht noch ein Clip, der einfach untergeht, weil ihn wieder keiner sieht. Ich check die Videos von den andern, such nach Ideen, die irgendwie ziehn. Die Girls Tanzen… Handstand, Rad… labern random, und trotzdem explodieren ihre Views. Doch Likes gibt’s scheinbar nur für nackte Haut, für ein bisschen mehr, für ein bisschen knapp. HOT sein muss es… und das sehr. Ich will nicht so sein, ich schwör auf alles, doch ich will auch endlich up. Mach ich’s oder lass ich’s lieber sein? Liegt es an mir, dass ich ohne sowas kleiner bleib? Warum fühlt sich Fame an wie ein guter Deal? Warum muss ich immer weiter gehn, Shorts… bauchfrei… jedes Mal ein bisschen mehr, nur damit mich irgendwer sieht? Spotlight, jeder kann es sehn. Mehr Reichweite, mehr Fame — ich will nicht wieder untergehn. Ein erster Versuch, doch gar nichts passiert. Keine Herzen, keine Views, als wenn ich einfach nicht existier. Warum reicht mein normales Ich für keinen einzigen Klick? Warum macht mich dieser Traum von Fame schon wieder komplett kaputt? Ein zweiter Clip, ein dritter auch, ich werd dabei schon wieder mutiger. Noch ein bisschen mehr, noch ein bisschen näher, Heute mal im Turnanzug, super eng und knapp, als würd mein Wert davon nur größer. Ich red mir ein, das ist doch nichts, nur Spotlight, nur ein kleiner Move. Doch jedes neue Video schreit: Bitte mach mich endlich Fame. Heute Morgen wach ich auf, check direkt Snap noch halb im Bett. Mein Spotlight hat sechstausend Views, und mein Herz geht kurz komplett weg. Ich starr die Zahl an wie auf Fame, als wär ich endlich irgendwo big. Doch eine Stunde später ist es gesperrt, und alles kippt zurück in mich. Snapchat sagt: zu jung, nicht zu empfehlen. Und jetzt sitz ich da kann mich selbst kaum noch zählen. Liegt es an mir, dass ich so weit dafür geh? Warum fühl ich mich schon schuldig, nur weil ich endlich sichtbar sein will? Ich wollte doch nur einmal sehen, wie sich bisschen Fame anfühlt. Nur einmal nicht die Kleine sein, die im Algorithmus untergeht. Ich wollte nicht so werden, doch ich hab’s fast nicht mehr gecheckt. Wie schnell man sich für‘n paar Views langsam selber wegdrückt. Spotlight, jeder kann es sehn. Mehr Reichweite, mehr Fame — ich will nicht wieder untergehn. Ein erster Versuch, doch gar nichts passiert. Keine Herzen, keine Views, als würd ich einfach nicht existieren. Dann plötzlich sechstausend Views, doch am Ende bleibt nur der Crash. Warum fühlt sich kurz Fame sein an wie Glas, das direkt wieder zerbricht? Ich hab noch immer hundert Follower. Und trotzdem wollt ich viel zu viel. Spotlight kurz, dann wieder dunkel. Für ein paar Klicks von unbekannten… Warum macht mich Sichtbar sein so instabil?
  10. 10 Nicht meine Schuld E
    Unter jedem Post ständig nur „add mich“. Warum kommt sowas immer wieder bei mir an? Unter jedem Post nur „add mich“, paar Boys, paar Creeps, paar alte Säcke. Erst sind die soft… voll normal, doch ich check zu spät, was die bezwecken. … „Was hast du an?“ „Schick mal Snap.“ „Nur für mich, stell dich nicht so an.“ … Ich sag sogar, wie alt ich bin, doch das hält die nicht mal ab. Erst bisschen nett, bisschen funny, bisschen „du bist anders“, bisschen fake. Sie versuchen mein Vertrauen zu gewinnen, versuchen alles über mich herauszufinden. Dann wird’s creepy nach paar Minuten, Stunden, Tagen oder Wochen und mein Magen dreht komplett. …. „Hast du’s dir schon mal selbst gemacht?“ „Soll ich’s dir zeigen?“ …. Ich will das nicht. … Dann schickt er irgend so’n ekel Bild und ich könnt einfach nur noch kotzen, ehrlich. Ich hab nein gesagt. Ich hab stopp gesagt. Warum schreiben die trotzdem weiter? Liegt es an mir? Nein, safe nicht. Warum tun die so, als wär mein Nein nichts wert? Es ist nicht meine Schuld, wenn ihr komplett gestört seid. Nicht mein Job, euch nett zu schreiben, wenn ihr Grenzen einfach überschreitet. Ich meld den Chat, ich block ihn weg, auch wenn ’ne Stunde später der nächste schreibt. Und wenn du das grad hörst: Girl, sag’s jemandem — bitte bleib damit nicht allein. Ich hab ihm doch gesagt, wie alt ich bin, wie kann man dann noch so krank sein? Neuer Account, neues Bitmoji, doch wieder derselbe Schleim. Ich block ihn, meld ihn, atme kurz, dann poppt schon der nächste auf. Wieder „hey“, wieder „nur kurz Snap“, wieder Druck, wieder derselbe Verlauf. Und dann hab ich ein Bild verschickt. Ich schwör, ich wollte das eigentlich nicht. Ich war so dumm, ich war so scared, ich wollte nur, dass endlich Ruhe ist. Jetzt sagt er, er löscht es nur, wenn ich ihn draußen irgendwo treff. Warum klingt eine einzige Nachricht gleich wie kompletter Weltuntergang, echt? NEIN ich mach das nicht! Ich treff dich ganz bestimmt NICHT!!! Ich hab Angst, das zu sagen. Ich hab Angst, dass alles eskaliert. Ich hab die App doch nicht mal gedurft, und jetzt ist alles komplett passiert. Liegt es an mir?... Nein, ich war einfach nur überfordert. Schuld ist der, der Druck macht, nicht das Mädchen, das daran zerbricht. Ich will das nicht mehr ertragen, nicht mehr heimlich, nicht allein. Ich hab so Angst vor den Blicken, doch noch mehr davor, still zu sein. Dann sag ich’s meinen Eltern, auch wenn ich dabei fast krepier. … Mein Vater sagt, wenn er dich erwischt, dann wird das für dich richtig mies. … Bevor der Typ noch irgendwas macht, wird jetzt gescreenshottet, geredet und blockiert! Es ist nicht meine Schuld, wenn ihr komplett gestört seid. Nicht mein Job, euch nett zu schreiben, wenn ihr Grenzen einfach überschreitet. Ich meld den Chat, ich block ihn weg, und diesmal bleib ich nicht mehr still. Und wenn du das grad hörst: Girl, hol dir Hilfe — bevor noch mehr Scheiß passiert! Unter jedem Post nur „add mich“. Doch diesmal sag ich nicht mehr nichts. Ich hab nichts falsch gemacht. Und ich mach da NICHT MEHR MIT!
  11. 11 Internat
    Ich komm nach Hause, Essen steht schon da. In der Mitte liegt ein Brief — und ich weiß… es geht um mich. Ich komm von der Schule, die Tür geht auf, Essen steht schon auf dem Tisch. In der Mitte liegt ein Brief, ich sehe das Logo von der Schule und ich check sofort:… Es geht mal wieder… um mich! Meine Leistung reicht nicht aus, als wär das nicht schon schlimm genug. Hat mein Klassenlehrer auch noch angerufen, ja moin, jetzt wird’s komplett cursed, no joke. Ich kann mich nicht benehmen, bin der Clown für den ganzen Klassenraum. Viel zu laut, viel zu drüber, flieg gefühlt… in jeder Stunde raus. Ich störe alle, nerv nur rum, bin für die eh schon abgeschrieben. Warum bin ich immer die, über die sie reden? Jetzt heißt es gleich wieder:… „So geht das nicht mehr weiter.“… „Du musst dich endlich ändern.“… „Reiß dich zusammen, sei leiser.“… Liegt es an mir? Mach ich echt alles falsch? Warum gibt’s bei allem, was ich mach, direkt wieder neuen Stress und Hass? Alles, was ich mache, … ist falsch. Egal wie doll ich mich bemüh. Immer gibt’s was zu meckern, immer bin am Ende ich… DAS PROBLEM. Sie reden von Schulwechsel, und ich check absolut gar nichts mehr. Dann verlier ich meine Freunde, mein ganzes Leben und meinen Crush sowieso. Ich sitz da und hör nur zu, wie sie über mich richten. Links rein, rechts raus, weil ich sonst daran kaputt geh‘…. „Konsequenzen.“… „Das hat Folgen.“… „So kann das nicht weitergehn.“… Warum klingt jedes zweite Wort, als würd mein ganzes Leben an mir vorbeiziehn‘? „Fräulein, wenn das so weitergeht… dann bleibt uns nur noch dieser eine Weg… Wir schicken dich weg — Internat…“ Das war’s… Ich brech zusammen… heul nur noch Rotz und Wasser. Schulwechsel heißt doch nicht nur Schule, das ist für mich kompletter Schnitt. Keine Pausen mehr mit meinen Freunden, kein „bist du da?“, kein gar nichts mehr mit ihm. Dann ist mein Crush auf einmal weg, meine ganze Klasse einfach gone. Warum klingt für euch Internat wie Hilfe — und für mich wie… Game over? Ich weiß doch selber, dass ich scheiße bau, dass ich laut bin, dass ich stör. Doch egal wie doll ich lock in will, am Ende mach ich’s wieder worse. Wer kann mir helfen? Wer holt mich hier raus? Warum fühlt sich mein Zuhause an wie Dauerstress und Dauerlaut? Liegt es an mir? Bin ich einfach nur zu viel? Oder warum wird aus allem, was ich mache, direkt ein riesen Film? Ich renn hoch auf mein Zimmer, Knall die Tür laut hinter mir zu… Zieh das Handy aus der Tasche, Display an, und kurz wird’s still. Snapchat, Insta, TikTok — das ist das Einzige, was ich noch fühl. Da drin sind meine Freunde, mein Crush, mein Maybe, mein Ziel. Warum checkt ihr nicht, dass ihr mir grad mein… ganzes Leben nehmt? Alles, was ich mache, … ist falsch. Egal wie doll ich mich bemüh. Immer gibt’s was zu meckern, immer bin am Ende ich … DAS PROBLEM. Sie reden von Schulwechsel, und ich check gar nichts mehr. Dann verlier ich meine Freunde, mein ganzes Leben und meinen Crush sowieso. Ich komm nach Hause, Brief auf dem Tisch. Klassenlehrer… Anruf… Klar, wieder ich. Es ist vorbei, es ist zu spät. Ich kann nicht mehr. Wann holt mich endlich jemand hier raus?
  12. 12 Sonntagmorgen E
    Sonntagmorgen, ich werd wach von diesem gottverdammten Krach. Ich weiß nicht, was schon wieder los ist, ich weiß nicht mal genau warum. Doch ich hör sie wieder streiten, und mein Herz schlägt viel zu dumm. „Sie kann sich nicht benehmen, das geht so nicht mehr weiter.“ „Wir dürfen das nicht durchgehn lassen.“ Und mein Kopf wird immer leiser. Ich steh auf, schleich zur Tür… Mach sie nur ein kleines Stück auf und alles wird noch schlimmer…. Ich hör, wie sie sich fertig machen, als wär ich gar nicht da. Es geht mal wieder nur um mich, ja moin, same shit, alles klar. Mein Vater brüllt, wenn das so weitergeht, dann bin ich bald hier weg. Und ich steh da nur im Dunkeln, als wär ich selber der Dreck. Liegt es an mir? Bin ich einfach falsch gebaut? Warum wird aus jedem Sonntag wieder Krieg in diesem Haus? Sag mir doch, was ich machen soll. Ich weiß, ich bin nicht angepasst. Ich bin zu laut, zu drüber, zu viel, zu wild, zu krass. Ich lieb euch doch und krieg’s nur nicht gesagt und nicht gezeigt. Warum fühlt sich alles, was ich bin, hier drin wie ein Fehler an? Ich schieb die Tür leise wieder zu und lehn mich mit dem Rücken dran. Mein Blick geht runter auf den Boden, weil ich das alles nicht mehr kann. Ich fang an zu heulen, lowkey direkt Rotz und Wasser. Was passiert hier grade eigentlich? Warum wird bei uns alles nur noch krasser? Ich weiß doch selber, ich benehm mich oft komplett daneben, safe. Bin unangepasst, crash oft raus, mach’s meistens eher noch more messed. Doch ich mach das nicht, weil’s funny ist, nicht nur, um euch hart zu nerven. Ich will nur, dass irgendwer mal checkt, wie sehr mich diese Tage zerreißen. Ich hör euch reden, als wär ich schon nicht mehr hier. Als wär die Lösung einfach weg mit mir, und dann wird alles still. Liegt es an mir? Bin ich echt so viel zu schwer? Oder warum klingt euer ganzes Reden, als wollt ihr mich bald nicht mehr? Ich wisch mir die Tränen aus dem Gesicht, Handy an, Snapchat auf. Maskenfilter drüber, und ich tu nach außen so, als wär mein Leben okay. Als wär hier gar nichts laut. Als würd ich nicht grad in meinem Zimmer komplett an allem hier zerbrechen. Ich lieb euch doch, ich weiß nur nicht, wie ich das sagen soll. Statt Worte kommt nur wieder Wut und alles läuft komplett out of control. Sag mir doch, was ich machen soll. Ich weiß, ich bin nicht angepasst. Ich bin zu laut, zu drüber, zu viel, zu wild, zu krass. Ich lieb euch doch und krieg’s nur nicht gesagt. Warum fühlt sich alles, was ich bin, hier drin wie ein Fehler an? Sonntagmorgen, ich werd wach von diesem gottverdammten Krach. Snapchat auf, Filter ins Gesicht, und ich tu so… als wär bei mir… absolut alles okay.
  13. 13 Kein Plan wohin (Ballade) E
    Die Tür fällt ins Schloss… das Licht bleibt aus… und von unten hallt der Lärm durchs ganze Haus. Mama und Papa im Krieg, wie jeden verdammten Tag, und sie wundern sich ernsthaft, dass ich nichts mehr sag. Es tut mir wirklich leid… ich bin, wie ich bin. In der Schule bin ich da, doch im Kopf ist nichts mehr drin. Ich lächle kurz mit, doch ich fühl es nicht, ein leerer Akku, der ganz leise bricht. Alle reden auf mich ein: „Ist nur ’ne Phase, geht vorbei“, aber ganz ehrlich, Bro, ich fühl mich nicht mehr frei. Ich bin dreizehn und für mein Alter schon viel zu leer, alles wird nur kälter, alles wiegt so schwer. Mir fehlt die Kraft für den ganzen Stress hier, jeder redet auf mich ein… doch keiner sieht mich. Alles nervt, alles laut, alles ist zu viel, ich such nur Luft zum Atmen, in einem falschen Spiel. Manchmal will ich rennen, einfach weit, weit gehn, doch ich frag mich in der Nacht: Wo soll ich überhaupt hin? Kein Plan wohin, kein Plan wer ich noch bin, ich will nur raus aus dem Lärm in meinem Kopf drin. „Reiß dich mal zusammen“, was für ein leiser Hohn, als ob ihr mein Chaos seht, von eurem lauten Thron. Ihr streitet wegen Geld, um Zeit… vielleicht auch wegen mir, ich sitz stumm daneben, als wär ich gar nicht hier. Alle haben Cliquen, einen Plan und wissen wer sie sind, und ich steh im Regen wie ein völlig falsches Kind. Ich flüster „passt schon“, weil’s am Ende niemand spürt, hab gelernt, wie man lächelt, wenn das Herz erfriert. Will nicht heulen, nicht reden, will nur meine Ruh, doch selbst tief in der Nacht knallen Türen wieder zu. Mir fehlt die Kraft für den ganzen Stress hier, jeder redet auf mich ein… doch keiner sieht mich. Alles nervt, alles laut, alles ist zu viel, ich such nur Luft zum Atmen, in einem falschen Spiel. Manchmal will ich rennen, einfach weit, weit gehn, doch ich frag mich in der Nacht: Wo soll ich überhaupt hin? Kein Plan wohin, kein Plan wer ich noch bin, ich will nur raus aus dem Lärm in meinem Kopf drin. Vielleicht bin ich schwierig… vielleicht einfach erschöpft, von all dem großen Drama und den Lügen im Kopf. Vielleicht will ich gar nicht viel, nur einmal echt geseh’n werden, nicht immer funktionieren zwischen euren Beschwerden. Ich will nicht perfekt sein… will nur einmal okay sein, ein Zimmer ohne Angst… ohne den Gürtel… einfach mal safe sein. Einfach mal safe sein. Nur einen Tag ich selbst sein. Wenn ich irgendwann geh, dann nicht aus purem Hass, sondern weil dieses Haus mich ersticken lässt und blass. Mir fehlt die Kraft für den ganzen Stress hier, jeder redet auf mich ein… doch keiner sieht mich. Alles nervt, alles laut, alles ist zu viel, und ich such noch immer etwas, das mich nicht kaputt spielt. Manchmal will ich rennen, einfach weit, weit gehn, doch ich frag mich immer noch: Wo kann ich nur hin? Kein Plan wohin… vielleicht halt ich’s noch ne Weile aus… Zwischen all den Gefühlen und dem Chaos in mir drin. Tür zu. Musik an. Ich leb noch… Irgendwann komm ich hier raus. Irgendwann… Vielleicht nicht heut… Aber safe bleib ich nicht mehr lang.
  14. 14 Rotstiftkind (Ballade) E
    Dreizehn Jahre… zu laut, zu frech. Alle sagen: Ich bin das Problem. Ich bin Rot-Stift-Kind, überall Ecken… und Kanten, überall grün und blau. In der Schule laut wie Alarm, zuhause mach ich einfach auf tot. Die Lehrer labern… ich hör nicht zu, flieg raus… und lach denen noch ins Face. Doch heul dann heimlich auf dem Klo, weil keiner checkt, wie’s in mir wirklich aussieht. Ich bin zu wild für brav sein, zu kaputt für „alles okay“. Filter drüber, Story online, damit bloß niemand irgendwas sieht. Ich poste ein Selfie… Licht perfekt, doch in echt ist hier nur Krieg… Warum sieht jeder nur mein Chaos… nie das, was mich von innen zerfrisst? Liegt es an mir? Bin ich schuld an all dem hier? Warum wird aus allem, was ich bin, direkt ein Grund, mich zu verliern? Ich bin Rot-Stift-Kind… zu laut, zu wild, zu unbequem. Mach alles kaputt… und will doch nur, dass mich endlich wer sieht. Ich bin Rot-Stift-Kind… Filter an und Herz auf mies. Warum fühl ich mich wie ungewollt, wenn ich doch nur irgendwie Liebe will? Handy weg… WLAN aus… eingesperrt im Zimmer, bis ich… wieder friedlich bin. Trotzdem such ich nachts auf Snap irgendwen, der sagt: „Ich seh dich.“ Ich häng an Flammen… Likes und Views, als wär daran mein Wert gebaut. Wenn keiner schreibt, fall ich direkt… — wenn jemand schreibt, rastet mein Kopf komplett aus… Ich bin so delulu, denk bei jedem Snap gleich, jetzt wird alles gut. Doch ein bisschen Liebe auf dem Display macht aus Hoffnung wieder Wut. Ich trag nie bauchfrei… damit bloß keiner… irgendwas sieht… Ich ertrag die Schmerzen… Manchmal sag ich nichts, fress es lieber in mich rein, zieh dann Spuren in die Haut, damit der Druck nachlässt. Meine Eltern sagen, ich bin schwierig. Ich sag nichts, senk meinen Kopf, schau nur nach unten auf den Boden. Doch in meinem Kopf nur diese Frage: Wär’s für alle leichter, wenn ich weg wär? Ich bin Klassenclown und Störgeräusch, bin rotzfrech und nie angepasst. Warum kriegt jeder seine Liebe… und ich nur Regeln, Druck und Hass? Liegt es an mir? Warum bin ich nie enough? Warum fühlt sich selbst mein Name an, als wär ich hier too much? Warum hoff ich bei jeder Nachricht, dass mich endlich irgendwer rettet? Warum bin ich so delulu, dass ich denk… ein bisschen Nähe hält mich am Leben? Ich bin nicht nur das freche Mädchen. Nicht nur der Fehler im System. Ich bin dreizehn und komplett am Ende und tu online so… als hätt ich Perfect Life… Wenn du mich siehst, schau mal hinter die Fassade. Nicht nur Rotstift auf Papier, sondern ein Kind, das jeden Tag sein Bestes gibt. Ich bin Rot-Stift-Kind… zu laut, zu wild, zu unbequem. Mach alles kaputt… und will doch nur, dass mich endlich wer sieht. Ich bin Rot-Stift-Kind… Filter an und Herz auf mies. Warum fühl ich mich wie: — Fehlerkind, wenn ich doch nur irgendwie Liebe will? Dreizehn Jahre… zu laut, zu frech. Alle sagen: Ich bin das Problem. Ich sag gar nichts mehr… doch innerlich schrei ich: Warum bin ich Rot-Stift-Kind… und nicht perfekt?
  15. 15 Mehr als nur ein Face (Bonus)
    Jeden Tag auf dem Schulhof, ich tu so, als wär ich cool. Doch mein Herz macht komplett Chaos, sobald ich dich seh im Flur. Deinen Namen mit dem Edding hinten auf die Klowand geschmiert. Als wär’s dann nicht so peinlich, wenn ich damit allein verlier. Ich lauf an dir vorbei, guck weg, als wär mir alles egal. Doch innerlich dreh ich durch, jeden einzelnen Tag total. Bin ich auch dein Crush, oder bin ich nur delulu? Warum guckst du manchmal rüber und dann wieder zu ihr? Liegt es an mir? Bin ich zu weird für dein Herz? Warum fühlt sich bisschen Hoffnung immer gleich an wie Schmerz? Sag, bin ich mehr als nur irgendein Face in der Crowd? Warum bist du in meinem Kopf immer viel zu laut? Ich kann nicht pennen, starr bis vier an die Decke. Ich brauch nur ein Zeichen, irgendwie von dir. Wenn du schreibst, heb ich ab. Wenn du schweigst, fall ich tief. Warum macht ein einziger Snap mein ganzes Herz so schief? Diese Nacht ist wieder heavy, und ich halt mich selber kaum. Ich hab mir doch geschworen, ich geh da nie wieder drauf. Doch der Druck sitzt in der Brust, und ich krieg ihn nicht mehr weg. Ich will einfach nur kurz Ruhe, doch mein Kopf macht alles wrecked. Ich setze an und kann nicht anders, es läuft… es tut so gut. Nur wenn der Druck nachlässt, vergess ich kurz alles um mich herum. Dann geht plötzlich mein Display an, und mein Zimmer wird kurz hell. Ein Snap von dir. Oh mein Gott. Und mein Puls geht viel zu schnell. Ich tipp… ich lösch… ich zitter, ich check gar nichts mehr. Will dir so gern was schicken, doch ich fühl mich grad zu leer. Ich kann dir nicht antworten, nicht so. Warum war ich so dumm und hab es wieder getan. Ich versprech dir ich mach’s nie wieder Wie verstecke ich es nur? Bitte schreib mir jeden Tag, das lenkt mich ab das macht mich stark. Oder bin ich es nicht wert? Bin ich zu fett, zu cringe oder einfach nur zu dumm? Warum fühlt sich selbst dein Name gleich wie Hoffnung an? Sag, bin ich mehr als nur irgendein Face in der Crowd? Warum bist du in meinem Kopf immer viel zu laut? Ich kann nicht pennen, starr bis vier an die Decke. Ich brauch nur ein Zeichen, irgendwie von dir. Wenn du schreibst, heb ich ab. Wenn du schweigst, fall ich tief. Warum macht ein einziger Snap mein ganzes Herz so schief? Ich will nicht immer kämpfen gegen mich in meinem Kopf. Nicht immer so tun, als hätt ich alles locker im Griff. Ich brauch nicht noch mehr Druck. Ich brauch kurz irgendwen, der bleibt. Nicht nur ein paar Sekunden Licht, das wieder einfach weiterzieht. Ich will nicht perfekt sein. Ich will nur, dass mich jemand sieht. Und dass mein Herz mal leiser wird, wenn alles in mir zieht. Sag, bin ich mehr als nur irgendein Face in der Crowd? Warum bist du in meinem Kopf immer viel zu laut? Ich kann nicht pennen, starr bis vier an die Decke. Ich brauch nur ein Zeichen, irgendwie von dir. Wenn du schreibst, heb ich ab. Wenn du schweigst, fall ich tief. Warum macht ein einziger Snap mein ganzes Herz so schief? Jeden Tag auf dem Schulhof, und ich tu, als wär ich stark. Doch ein Snap von dir reicht aus, und die Schmetterlinge sind da. Bin ich auch dein Crush, oder wieder mal nicht? Warum fühlt sich alles nach Ende an, wenn ich hoff auf dich? Ich tu so als wär ich stark… Aber das bin ich nicht… Das zeigt ein einziger Snap… von DIR